Unternehmensnachfolge oder Unternehmenssterben?

Unternehmensnachfolge oder Unternehmenssterben? Deutschland steht vor einer wirtschaftlichen Zeitenwende

Deutschland erlebt derzeit eine gefährliche Doppelkrise: Auf der einen Seite steigt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen massiv an. Auf der anderen Seite rollt eine historische Nachfolgewelle auf den Mittelstand zu. Tausende Unternehmerinnen und Unternehmer erreichen das Rentenalter – doch Nachfolger fehlen.

Die Folgen sind dramatisch: Gesunde Unternehmen verschwinden vom Markt. Arbeitsplätze gehen verloren. Regionen verlieren wirtschaftliche Stabilität. Kommunen verlieren Gewerbesteuern. Know-how verschwindet. Und oft passiert das nicht, weil ein Unternehmen schlecht ist – sondern weil niemand die Übergabe rechtzeitig vorbereitet hat.

Die Zahlen sind alarmierend. Im Jahr 2025 registrierten die deutschen Amtsgerichte 24.064 Unternehmensinsolvenzen – der höchste Stand seit 2014. Bereits 2023 und 2024 waren die Zahlen jeweils um über 20 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig schlägt die Deutsche Industrie- und Handelskammer Alarm: Die Unternehmensnachfolge entwickelt sich zu einer der größten Strukturfragen des deutschen Mittelstands.

Besonders brisant:

  • Rund 9.600 Unternehmen suchten zuletzt aktiv einen Nachfolger.
  • Dem standen nur etwa 4.000 Interessenten gegenüber.
  • Für mehr als 5.600 Betriebe gibt es aktuell keinen passenden Nachfolger.
  • 27 % der Unternehmer denken bereits über eine vollständige Schließung nach.
  • In 92 % dieser Fälle ist der Hauptgrund: fehlende Nachfolge.

Das ist kein Randthema mehr. Das ist ein volkswirtschaftliches Problem.

Deutschland verliert Unternehmen – obwohl viele wirtschaftlich gesund sind

Besonders bitter: Viele dieser Unternehmen könnten weiter erfolgreich bestehen.

Es geht nicht nur um Krisenbranchen oder marode Geschäftsmodelle. Es geht um etablierte Handwerksbetriebe, Produktionsunternehmen, Dienstleister, Händler und mittelständische Familienunternehmen mit jahrzehntelangem Know-how.

Doch wenn die Nachfolge nicht geregelt ist, endet selbst ein gesundes Unternehmen oft mit der Schließung.

Die DIHK warnt bereits davor, dass in den kommenden zehn Jahren bis zu 250.000 Betriebe wegfallen könnten, wenn keine Nachfolger gefunden werden.

Damit verschwinden:

  • Ausbildungsplätze
  • regionale Arbeitgeber
  • lokale Wertschöpfung
  • Steuereinnahmen
  • Innovationskraft
  • unternehmerische Erfahrung

Gerade ländliche Regionen werden diese Entwicklung besonders spüren.

Der demographische Wandel trifft den Mittelstand mit voller Wucht

72 % der Unternehmer, die aktuell über eine Übergabe nachdenken, tun dies aus Altersgründen.

Viele Unternehmer der Babyboomer-Generation stehen vor der Frage:
„Wer führt mein Lebenswerk weiter?“

Doch die Zahl der potenziellen Nachfolger sinkt:

  • weniger Familiennachfolger
  • Fachkräftemangel
  • fehlende Finanzierungsmöglichkeiten
  • hohe regulatorische Belastungen
  • sinkende Risikobereitschaft bei jungen Menschen

Hinzu kommt ein gefährlicher Fehler: Viele Unternehmer beginnen viel zu spät mit der Nachfolgeplanung.

Laut DIHK bereiten 38 % ihre Übergabe zu spät vor.

Dabei braucht eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge oft mehrere Jahre Vorbereitung:

  • strategisch
  • steuerlich
  • rechtlich
  • emotional
  • organisatorisch

Wer erst handelt, wenn die eigene Belastung zu groß wird oder gesundheitliche Themen auftreten, verliert oft wertvolle Optionen.

Unternehmensnachfolge ist keine Privatsache mehr

Lange wurde Nachfolge als rein internes Unternehmer-Thema betrachtet.

Das ist vorbei.

Denn wenn tausende Unternehmen schließen, betrifft das ganze Regionen:

  • Mitarbeiter verlieren Arbeitsplätze
  • Kommunen verlieren Gewerbesteuern
  • Innenstädte verlieren Anbieter
  • Lieferketten brechen weg
  • Fachwissen verschwindet

Deshalb braucht Deutschland jetzt eine neue Priorität für Unternehmensnachfolge.

Nicht irgendwann. Jetzt.

Was jetzt passieren muss

Unternehmer müssen früher handeln

Viele Unternehmer verdrängen das Thema zu lange. Verständlich – aber gefährlich.

Wer Nachfolge nur als „späteres Problem“ behandelt, riskiert:

  • sinkenden Unternehmenswert
  • fehlende Käufer
  • Zeitdruck
  • Notverkäufe
  • Schließung

Die wichtigste Erkenntnis lautet:
Unternehmensnachfolge beginnt nicht mit Verträgen. Sie beginnt mit Klarheit und rechtzeitiger Vorbereitung.

Politik, IHKs und Wirtschaftsförderungen müssen Nachfolge zur Chefsache machen

Wenn Deutschland über Fachkräftemangel, Transformation und Wirtschaftswachstum spricht, darf die Unternehmensnachfolge nicht länger ignoriert werden.

Es braucht:

  • stärkere öffentliche Aufmerksamkeit
  • bessere Förderprogramme
  • mehr Unterstützung für Übergabeprozesse
  • regionale Nachfolge-Initiativen
  • aktive Vernetzung zwischen Unternehmern und Nachfolgeinteressierten
  • weniger Bürokratie bei Unternehmensübernahmen
  • bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Käufer

Vor allem aber braucht es eines:
Ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür, dass jede gelungene Nachfolge ein Beitrag zur Stabilität unseres Wirtschaftsstandorts ist.

Jetzt handeln, bevor aus einer Nachfolgewelle eine Schließungswelle wird

Deutschland hat kein Erkenntnisproblem mehr. Die Zahlen liegen auf dem Tisch.

Die Insolvenzen steigen.
Die Unternehmer werden älter.
Die Nachfolger fehlen.

Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir in den kommenden Jahren nicht nur Unternehmen – sondern wirtschaftliche Substanz, regionale Stabilität und hunderttausende Arbeitsplätze.

Die gute Nachricht:
Viele dieser Unternehmen können erhalten werden.

Aber dafür braucht es rechtzeitige Planung, professionelle Begleitung und starke Netzwerke.

Genau hier setzen die Experten von Die Nachfolgeexperten e.V. an:
Unternehmer frühzeitig sensibilisieren, Nachfolgeprozesse begleiten und gemeinsam Lösungen entwickeln, bevor aus Unsicherheit Stillstand wird.

Denn erfolgreiche Unternehmensnachfolge bedeutet weit mehr als Eigentumsübertragung.

Sie sichert Zukunft. Arbeitsplätze. Regionen. Und den deutschen Mittelstand.

Geschrieben mit ChatGBT

Quellen:
  • Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025: +10,3 % zum Vorjahr – Statistisches Bundesamt
    13. März 2026
  • Zahl der Insolvenzen steigt auf den höchsten Stand seit 2014
    Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland auf 24.064 Fälle, ein Anstieg von 10,3 % im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Stand seit 2014. Besonders stark war der Anstieg im Dezember mit fast 14 %. Auch die Vorjahre verzeichneten bereits Zuwächse von über 20 %. Zum Vergleich: In der Finanzkrise 2009 gab es 32.687 Insolvenzen. Zusätzlich nahm auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 8,4 % auf 77.219 Fälle zu. Die Forderungen der Gläubiger aus Unternehmensinsolvenzen lagen 2025 bei rund 47,9 Milliarden Euro, weniger als 2024, da weniger Großinsolvenzen auftraten. Besonders betroffen waren die Branchen Verkehr, Lager, Gastgewerbe und Bau. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) äußerte sich vorsichtig optimistisch: Sollte der Iran-Krieg bald enden und die Energiepreise sinken, könnten 2026 die Unternehmensinsolvenzen um 3,7 % auf 23.100 und die Verbraucherinsolvenzen um 1 % auf 76.500 Fälle zurückgehen. Bleiben die Energiepreise hingegen hoch, droht ein erneuter Anstieg.
  • Alle 20 Minuten geht eine deutsche Firma pleite
    Im Jahr 2025 erreichte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland mit 24.064 Fällen den höchsten Stand seit elf Jahren. Dies entspricht einem Anstieg von 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereits in den Jahren 2023 und 2024 war ein starker Zuwachs von jeweils rund 22 Prozent zu verzeichnen. Laut dem Statistischen Bundesamt und Einschätzungen des DIHK-Chefanalysten Volker Treier war 2025 ein sehr schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Im Durchschnitt musste alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden. Diese Entwicklung verdeutlicht die anhaltend angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland.
  • Unternehmensnachfolgereport 2025 – DIHK
    21. Juli 2025
  • Unternehmensnachfolge 2025: Mittelstand schlägt Alarm
  • Insolvenzgeschehen im Jahr 2025 | © 2025 GSA – Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH
    22. April 2026 – 22.04.2026 INSOLVENZGESCHEHEN IM JAHR 2025 Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die aktuellen Daten zum Insolvenzgeschehen in Deutschland für das Jahr 2025 auf der Grundlage der Angaben der deu…
  • Gewerbemeldungen und Insolvenzen – Statistisches Bundesamt
    14. April 2026 – GEWERBEMELDUNGEN UND INSOLVENZEN Themen Unternehmen 762 400 Gewerbe­anmeldungen 612 900 Gewerbe­abmeldungen 24 064 Unternehmens- insolvenzen ZUM THEMA Insolvenz ist die Unfähigkeit eines Schul…
  • DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025 – IHK Heilbronn-Franken
    20. März 2026 – 20.03.2026 DIHK-REPORT UNTERNEHMENSNACHFOLGE 2025 Deutschlands Mittelstand sucht dringend Nachfolger – doch die Lücke zwischen abgabebereiten Betrieben und geeigneten Übernehmern wird größer. Der D…
  • DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2025 | WIFU-Stiftung – Familienunternehmen im Fokus
    13. März 2026 – Home›WIFU Bibliothek › DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2025 DIHK-REPORT ZUR UNTERNEHMENSNACHFOLGE 2025 Volltext * * Mit dem „DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2025“ legt die Deutsche I…
  • Insolvenzen nach Jahren – Statistisches Bundesamt
    13. März 2026 – GEWERBEMELDUNGEN UND INSOLVENZEN INSOLVENZEN NACH JAHREN Eröffnete und mangels Masse abgewiesene Insolvenzverfahren, Vergleichsverfahren/Schuldenbereinigungsplan angenommen, Insolvenzen insgesamt, U…
  • Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025: +10,3 % zum Vorjahr – DATEV magazin
    13. März 2026 – Insolvenzen – 13. März 2026 UNTERNEHMENSINSOLVENZEN IM JAHR 2025: +10,3 % ZUM VORJAHR Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.03.2026 Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2025: +8,4 % zum Vorja…
  • BFW Newsroom – Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025: +10,3 % zum Vorjahr
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